Die Initiatoren der Studie waren Dr. Armin Wald (Sportdocs Nürnberg) zusammen mit Sven Mattausch (Rehazentrum Valznerweiher). Die Teilnehmer der Studie waren aus der U15 und der U17 des Fechterrings Nürnberg, die alle an dem wöchentlichen Training teilnahmen. Inzwischen ist das Athletiktraining ein fester Bestandteil im Trainingszyklus.

In Kürze zusammengefasst:

Die Studie untersucht, wie sich zusätzliches Athletiktraining auf die Leistungsfähigkeit junger Fechterinnen und Fechter auswirkt. Hintergrund ist der anhaltende Leistungsrückgang des deutschen Fechtsports seit 2012.

Über zwölf Monate nahmen 22 Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren an der Untersuchung teil. Zwölf von ihnen absolvierten neben dem regulären Fechttraining einmal pro Woche eine 60‑minütige Athletikeinheit mit Übungen zu Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination. Die restlichen zehn trainierten nur fechtspezifisch. Zu Beginn und am Ende des Studienzeitraums wurden verschiedene sportmotorische Tests durchgeführt.

Die Ergebnisse zeigen deutliche Verbesserungen der Interventionsgruppe gegenüber der Kontrollgruppe, insbesondere bei Explosivkraft (Sprint, Richtungswechsel, Rotationswürfe) und Ausdauer (Beep-Test). Auch die Beweglichkeit nahm signifikant zu, während sich für Rumpfstabilität ein positiver Trend zeigte. Insgesamt erzielte die Athletikgruppe große bis sehr große Trainingseffekte, die für den Fechtsport praktisch relevant sind.

Die Autorinnen und Autoren schließen daraus, dass strukturiertes Athletiktraining ein wirksames Mittel zur Leistungssteigerung im Jugendfechten ist. Es verbessert kraft-, beweglichkeits- und ausdauerbezogene Fähigkeiten und kann langfristig auch Verletzungen vorbeugen. Daher sollte es systematisch in die Nachwuchsförderung integriert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Fechtsports zu stärken.